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Sonderausstellung |
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Die
Sonderausstellung im Moor- und Fehnmuseum Elisabethfehn über Pater
Laurentius Siemer O.P. ist in mehrere Themenkomplexe aufgeteilt. Dabei
wurde auf verschiedene Veröffentlichungen von und über Laurentius
Siemer zurückgegriffen, ferner durch Aussagen und Interviews von noch
lebenden Zeitzeugen. Im
Einzelnen wurden folgende besonderen Kapitel ausführlicher behandelt
und durch Bilder,
schriftliche Dokumentationen, Exponate, Ton- und Videoaufnahmen für den
Besucher der Ausstellung aufbereitet:
Laurentius
Siemer, sechstes von zehn Kindern wurde am 8. März 1888 im Hause des
heutigen Museumsgebäudes (früher Kanalwärterhaus) geboren und 2 Tage
später in der Pfarrkirche zu Strücklingen auf den Namen Joseph Franz
Bernhard getauft. Sein Vater, der Kanalaufseher Franz Joseph Siemer,
stammte aus Spreda bei Langförden, seine Mutter, Maria Josephina
Franziska geb. Diekhaus aus Repke bei Emstek. Einer
seiner Brüder (Pater Alexander O.P.) und zwei seiner Schwestern
(Schwester Lucina und Schwester Secunda)
traten wie er selbst in einen Orden ein. Laurentius
Siemer besuchte sechs Jahre lang die einklassige Volksschule in
Elisabethfehn – Nord, nach zweijährigem Privatunterricht das Großherzogliche
Oldenburgische Katholische Gymnasium in Vechta, wo er 1908 sein Abitur
machte. Unter dem Einfluss von Exerzitien bei den Dominikanern in Düsseldorf
entschied er sich, in den Dominikanerorden einzutreten. Er nahm den
Ordensnamen LAURENTIUS an. Am 4. August 1914 wurde er vom Kölner
Erzbischof Felix Kardinal von Hartmann zum Priester geweiht. Während
der Kriegszeit leistete er Sanitätsdienst im Reservelazarett, das im
Dominikanerkloster in Düsseldorf eingerichtet war, beendete 1916 seine
Thomasstudien mit dem Lektorexamen, war im Anschluss daran als Lehrer für
Griechisch und Geschichte an der Ordensschule in Vechta tätig. Ab 1918
studierte er an der Philosophischen Fakultät der Universität Münster
und machte 1920 sein Staatsexamen in den Fächern Religion, Philosophie,
Deutsch und Geschichte. Anschließend war er als Rektor und
Internatsleiter an der Ordensschule in Vechta tätig, bis er am 13.
September 1932 als Provinzial der Provinz „Teutonia“ der deutschen
Dominikaner gewählt wurde. Am
9. April 1935 wurde er wegen angeblicher Devisenvergehen in Köln
verhaftet, später ins Gefängnis nach Oldenburg überführt, nach
Verurteilung und Revisionsverfahren am 30. Januar 1936 wieder frei
gesprochen. Im Zuge der Verhaftungswelle, die dem Attentat auf Hitler am
20 Juli 1944 folgte, wurde auch Pater Laurentius Siemer gesucht. Durch
Flucht aus dem Dominikanerinnenkloster in Schwichteler konnte er sich
der geplanten Festnahme durch die Gestapo entziehen. Zunächst nahm ihn
die Familie Kurre in Schwichteler auf, dann wurde er von September 1944
bis zum Einmarsch der Alliierten Truppen im April 1945 bei der Familie
Trumme in Handorf bei Holdorf versteckt. Nach
dem Kriege – er gab das Amt des Provinzials 1947 auf – war er
kurzzeitig als Rektor in Vechta tätig, später nach Übersiedlung nach
Köln entdeckte er Rundfunk und Fernsehen als „Kanzeln der modernen
Zeit“. Bei der Vorbereitung einer Fernsehsendung „Der Regenbogen“
ist er am 21. Oktober 1956 in Köln verstorben. (auszugsweise
Maria Anna Zumholz: Pater Laurentius Siemer OP |
zusätzliche
Öffnungszeiten für die Sonderausstellung „Pater
Laurentius Siemer“ : vom
1. November bis 17. Dezember 2006 dienstags
bis sonntags von 14.00 Uhr bis 17.00 Uhr Für Gruppen auf Anmeldung auch außerhalb dieser Zeiten!
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