Sonderausstellung
Pater Laurentius M. Siemer O.P.

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Die Sonderausstellung im Moor- und Fehnmuseum Elisabethfehn über Pater Laurentius Siemer O.P. ist in mehrere Themenkomplexe aufgeteilt. Dabei wurde auf verschiedene Veröffentlichungen von und über Laurentius Siemer zurückgegriffen, ferner durch Aussagen und Interviews von noch lebenden Zeitzeugen.

Im Einzelnen wurden folgende besonderen Kapitel ausführlicher behandelt und durch  Bilder, schriftliche Dokumentationen, Exponate, Ton- und Videoaufnahmen für den Besucher der Ausstellung aufbereitet:

 

  • Laurentius Siemer – seine Familie, sein Ursprung.

  • Laurentius Siemer - seine Kinder- und Schulzeit in Vechta und Elisabethfehn.

  • Laurentius Siemer – Das St. Josephs-Kolleg, Ordens- und Missionsschule der Dominikaner in Vechta.

  • Laurentius Siemer als Prior der Dominikanerprovinz „Teutonia“.

  • Laurentius Siemer und die Devisenprozesse.

  • Laurentius Siemer im Widerstand gegen den
    Nationalsozialismus.

  • Laurentius Siemer – seine Flucht vor der Gestapo und sein Asyl im Oldenburger Münsterland.

  • Laurentius Siemer als Missionar auf Weltreise

  • Laurentius Siemer in Rundfunk und Fernsehen

Laurentius Siemer, sechstes von zehn Kindern wurde am 8. März 1888 im Hause des heutigen Museumsgebäudes (früher Kanalwärterhaus) geboren und 2 Tage später in der Pfarrkirche zu Strücklingen auf den Namen Joseph Franz Bernhard getauft. Sein Vater, der Kanalaufseher Franz Joseph Siemer, stammte aus Spreda bei Langförden, seine Mutter, Maria Josephina Franziska geb. Diekhaus aus Repke bei Emstek.

Einer seiner Brüder (Pater Alexander O.P.) und zwei seiner Schwestern (Schwester Lucina und Schwester Secunda)  traten wie er selbst in einen Orden ein.

Laurentius Siemer besuchte sechs Jahre lang die einklassige Volksschule in Elisabethfehn – Nord, nach zweijährigem Privatunterricht das Großherzogliche Oldenburgische Katholische Gymnasium in Vechta, wo er 1908 sein Abitur machte. Unter dem Einfluss von Exerzitien bei den Dominikanern in Düsseldorf entschied er sich, in den Dominikanerorden einzutreten. Er nahm den Ordensnamen LAURENTIUS an. Am 4. August 1914 wurde er vom Kölner Erzbischof Felix Kardinal von Hartmann zum Priester geweiht. Während der Kriegszeit leistete er Sanitätsdienst im Reservelazarett, das im Dominikanerkloster in Düsseldorf eingerichtet war, beendete 1916 seine Thomasstudien mit dem Lektorexamen, war im Anschluss daran als Lehrer für Griechisch und Geschichte an der Ordensschule in Vechta tätig. Ab 1918 studierte er an der Philosophischen Fakultät der Universität Münster und machte 1920 sein Staatsexamen in den Fächern Religion, Philosophie, Deutsch und Geschichte. Anschließend war er als Rektor und Internatsleiter an der Ordensschule in Vechta tätig, bis er am 13. September 1932 als Provinzial der Provinz „Teutonia“ der deutschen Dominikaner gewählt wurde.

Am 9. April 1935 wurde er wegen angeblicher Devisenvergehen in Köln verhaftet, später ins Gefängnis nach Oldenburg überführt, nach Verurteilung und Revisionsverfahren am 30. Januar 1936 wieder frei gesprochen. Im Zuge der Verhaftungswelle, die dem Attentat auf Hitler am 20 Juli 1944 folgte, wurde auch Pater Laurentius Siemer gesucht. Durch Flucht aus dem Dominikanerinnenkloster in Schwichteler konnte er sich der geplanten Festnahme durch die Gestapo entziehen. Zunächst nahm ihn die Familie Kurre in Schwichteler auf, dann wurde er von September 1944 bis zum Einmarsch der Alliierten Truppen im April 1945 bei der Familie Trumme in Handorf bei Holdorf versteckt.

Nach dem Kriege – er gab das Amt des Provinzials 1947 auf – war er kurzzeitig als Rektor in Vechta tätig, später nach Übersiedlung nach Köln entdeckte er Rundfunk und Fernsehen als „Kanzeln der modernen Zeit“. Bei der Vorbereitung einer Fernsehsendung „Der Regenbogen“ ist er am 21. Oktober 1956 in Köln verstorben.

(auszugsweise Maria Anna Zumholz: Pater Laurentius Siemer OP 
1888 – 1956 aus “Der katholische Klerus im Oldenburger Land“)

 

 

zusätzliche Öffnungszeiten für die Sonderausstellung

 

„Pater Laurentius Siemer“ :

vom 1. November bis 17. Dezember 2006

dienstags bis sonntags von 14.00 Uhr bis 17.00 Uhr

Für Gruppen auf Anmeldung auch außerhalb dieser Zeiten!

 

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