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Die
Hunte-Leda-Moorniederung bestand früher nur aus Heideflächen, Moor und nassen Flusssenken. Zunächst wurden die höher gelegenen Stellen und die Niederungen
der Flüsse besiedelt. Die Besiedlung der eigentlichen Hochmoore erfolgte erst
viel später.
Die älteste deutsche Fehnsiedlung ist Papenburg, die 1633 gegründet wurde. Weitere Beispiele für relativ frühe Gründungen sind Lübbertsfehn (1637), Bockzetelerfehn (1647), Neuefehn (1660), Iheringsfehn (1660), Stickelkamperfehn (1660), Warsingsfehn (1736), Spetzerfehn (1746), Rhauderfehn (1769), Ihlowerfehn (1781), Berumerfehn (1794).
Wie die Karte von 1803 zeigt, sind die großen Moorflächen zu diesem Zeitpunkt noch unbesiedelt. In der nahen Umgebung sind die Orte an den Flußniederungen wie Harkebrügge, Barßel und Strücklingen bereits eingezeichnet. Bitte auf die Karte klicken, um eine größere Darstellung (123 KB, 2381*1637 Pixel) zu bekommen
Die
WohnkücheBild: Nachbildung einer typischen Wohnküche in unserer Ausstellung
Werfen Sie jetzt einen Blick in ein Fehnhaus aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Dieser Häusertyp bestand aus einer kleinen Wohnküche, dem sich ein größeres Stallgebäude anschloss. Das Fehnhaus genügte den bescheidenen Ansprüchen der ersten Siedler. Zunächst lebten die ersten Siedler jedoch in einfachen Moorkaten, deren Wände lediglich aus Torfbrocken bestanden. Innerhalb von 10 Jahren wurde das feste Fehnhaus errichtet. Bienen- und Schafhaltung gehört mit zu den ersten Nutzungsarten der teilentwässerten Moore.
Die Geschichte Elisabethfehns begann mit dem Bau des Hunte-Ems-Kanals. Der Kanalbau diente der großflächigen Entwässerung der unbesiedelten Hochmoore. 1844 gab es bereits erste Baupläne. Die eigentlichen Kanalbauarbeiten konnten aber erst 1855 beginnen.
Zunächst machte der Kanalbau nur geringe Fortschritte, weil der Torf von den ersten Siedlern per Hand abgetragen wurde. Erst als der Moordampfer, das "Hodgsche Schiff", zum Einsatz kam, gingen die Bauarbeiten zügiger voran. Jede Stunde konnte der Kanal nun um fünf Meter verlängert werden.
In Elisabethfehn teilte man an Ort und Stelle 34 Grundstücke ein. Die ersten Kolonate wurden 1862 an Siedler aus dem Oldenburger Land und aus Ostfriesland verkauft. Einige Siedler erwarben mehrere Kolonate. Die Kolonate hatten eine Breite von 300 Fuß (90 Meter), aber unterschiedliche Längen. Der Erwerb der ersten Kolonate war mit strengen Auflagen (über Wiekenbau, Hausbau, Reinigung der Gräben, Abgaben und mehr) verbunden. Es wurden bei der Vergabe insbesondere schon erfahrene Torfstecher und sozial schwachgestellte Bewerber berücksichtigt.
Im
Jahr 1893 war der Kanal nach über achtunddreißigjähriger Bauzeit in seiner
ganzen Länge fertiggestellt. 1927 erfolgte der Bau der Strecke Kampe - Dörpen.
Dieser Teilabschnitt wurde 1935 eingeweiht. Der bisherige Kanalverlauf teilte
sich in den neuen Küstenkanal und den Elisabethfehnkanal auf.
Heute wird versucht, diese Kulturlandschaft der Fehnsiedlungen mit Ihren Kanälen und Klappbrücken als Wahrzeichen zu schützen. Aus diesem Grunde wurde auch die Fahrradroute "Deutsche Fehnroute" eingerichtet. Im Museum erhalten Sie darüber mehr Informationen.
Bild: Der Elisabethfehnkanal heute
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