Moor- und Fehnmuseum Elisabethfehn
Virtueller Museumsrundgang - Moorschutz


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Hochmooor, naturnahWert der Moore

Bild: Ein selten gewordener Anblick ist diese natürliche Hochmoorfläche

Früher galten die Moor in erster Linie als Ödland, das kultiviert werden musste. Mittlerweile ist die Bedeutung der Moore erkannt worden:


Gefährdung

Hochmoore sind gefährdet durch direkte Eingriffe wie: Weiter sind sie gefährdet durch indirekte Einflüsse wie:

Unter diesen Gesichtspunkten ist es dringend notwendig, die letzten Moorreste vor weiterer Zerstörung zu schützen. Gestörte Hochmoorbiotope werden in einen naturnahen Zustand zurückgeführt. Der Schutzgedanke fand eine Grundlage im Niedersächsischen Moorschutzprogramm. Inzwischen (2006) stehen rund 54.000 Hektar Hochmoorflächen in Niedersachsen unter Naturschutz. In einem natürlichen Zustand befinden sich allerdings nur 3.600 Hektar. Bisher sind etwa 12.000 Hektar wiedervernässt worden. Bis zum Jahr 2050 sollen insgesamt 62.000 Hektar wiedervernässt werden.


Pflegemaßnahmen

Für viele Naturschutzgebiete und die dazugehörigen Grünlandflächen fehlen allerdings Pflege- und Entwicklungspläne. Besonders auf Flächen, die sich nicht in einem optimalen Zustand für die Renaturierung befinden, sind Herrichtungs- und Pflegemaßnahmen erforderlich.

Eine effektive Sicherung der Hochmoorflächen wird in der Schaffung großer Moorschutzgebietssysteme gesehen. Nur so besteht Aussicht auf Erfolg für die angestrebte Regeneration der Hochmoore.


Wiedervernässungsfläche"Wiederbelebung" der Moore

Entwässerte und teilabgetorfte Moore können unter bestimmten Bedingungen so hergerichtet werden, dass eine erneute Hochmoorentwicklung möglich erscheint. Diese Hochmoorentwicklung verläuft als ein dreiphasiger Prozess mit jeweils unterschiedlicher Zeitdauer über die Wiedervernässung und Renaturierung zur Regeneration.

Das Bild zeigt eine wiedervernässte Moorfläche. Bis hier wieder ein wachsendes Hochmoor entsteht, können Jahrhunderte vergehen.

  1. Phase: Wiedervernässung (einige Jahre - kurzfristig) Die abgetorfte Fläche wird wieder hergerichtet und planiert. Durch die Schließung der Entwässerungsgräben wird eine weitere Austrocknung des Moorkörpers gestoppt. Regenwasser kann wieder gespeichert werden. Der steigende Wasserspiegel führt zum Absterben der unerwünschten Folgevegetation.
  2. Phase: Renaturierung (einige Jahrzehnte - mittelfristig) Sie beinhaltet die Wiederherstellung naturnaher Bedingungen. Gegen Ende des Renaturierungsprozesses, der einige Jahre dauert, hat sich der Moorkörper mit Niederschlagswasser vollgesogen, Hochmoorpflanzen können sich wieder ausbreiten.
  3. Phase: Regeneration (einige Jahrhunderte - langfristig) Die Hochmoorregeneration ist erreicht, wenn die wiedervernässte Moorfläche zu einem lebenden und torfbildenden Hochmoor geworden ist. Eine erfolgreiche Regeneration hat es bisher nicht gegeben.

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