Moor- und Fehnmuseum Elisabethfehn
Virtueller Museumsrundgang - Das Freigelände


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Der Rundgang auf unserem Freigelände beginnt an einem als Verlandungsteich angelegten Niedermoor mit seiner typischen Pflanzengesellschaft.

Es folgen ein angelegtes Hochmoor auf einem Bohlenweg und drei Nachbildungen ausgegrabener Moorwege: ein Bohlenweg, ein Pfahlsteg und ein Bohlendamm.

Der Moorpegel zeigt Wachstum und Abbau der TorfschichtDer Moorpegel

Unser Moorpegel aus durchgeschnittenen Eichenstämmen dokumentiert das Wachstum und den Abbau der Moore über einen Zeitraum von 6.000 Jahren. Die Daten wurden aufgrund der Vermessung für den Bau des Hunte-Ems-Kanals von Herrn Fimmen im Jahre 1846 ermittelt. Damals lag die Moorbodenoberfläche 1846 noch bei 6,70 Meter über dem heutigen Erdbodenstand. Gegenüber dem Moorpegel ist ein Handtorfstich mit dem dazugehörigen Schlagfeld und Torfbült zu sehen.

Die Moorkate

Der Weg führt vorbei an der Moorkate, dem Haus der ersten Siedler. Die Wände bestehen aus Torfbrocken, das Dach ist mit Heideplaggen belegt. In der Kate stehen eine Reihe von landwirtschaftlichen Geräten, die Sie besichtigen können.

Eine weitere Attraktion ist die Schmalspurdampflok "Katharina" (Abbildung unten) von 1904 mit dem dazugehörigen Lokschuppen. Ein Besuch auf dem Führerstand ist erlaubt.

Der Moorlehrgarten

Der Moorlehrgarten umfasst circa 90 Arten von Pflanzen der Hoch- und Niedermoore. Aus dem artenarmen Hochmoor stammen fünfzehn Moose und zehn höhere Pflanzen, unter anderem Heidearten. Die restlichen Arten sind im Niedermoor heimisch. Neben zahlreichen Blütenpflanzen gibt es dort auch viele Gräser und Seggen.

Der MaschinenparkDie historische Torfbahnlok "Katharina"; Hersteller: Firma Oerenstein u. Koppel, Baujahr 1911, Spurbreite 650mm.

Der Weg geht links an einem Buchweizenfeld sowie rechts an einer Reihe von Maschinen und Gerätschaften vorbei. Sie dienten zum Abbau von Schwarz- und Weißtorf und seiner Verarbeitung. Sie sehen den Torfsodensammler der Firma Flügger aus Delmenhorst. Diese Maschine musste per Hand mit Torf beschickt werden. Mit einer Leistung von 30 PS wurden die Soden auf einem 4,5 Meter langen Transportband eingesammelt.

Links vom Hauptweg steht weiterhin ein Gerät für Lagermieten. Auf einem großen Förderband wird der Weißtorf zu großen Lagermieten mit Höhen bis zu 25 Metern zusammengetragen.

Es folgen Maschinen zum Schwarztorfabbau: der große und der kleine Strenge-Bagger. Das Prinzip ist bei beiden Maschinen gleich: Mit der Eimerleiter wird der Schwarztorf gefördert. Der kleine Strenge-Bagger brachte eine Jahresproduktion von 5.000 t Schwarztorf. Es wurde ein Sodenstrang ausgepresst und auf das Trockenfeld abgelegt.

Weißtorfverarbeitung

Im hinteren Schuppen am Ende der Freifläche können Sie den Ablauf der Weißtorfverarbeitung nachvollziehen. Die getrockneten Weißtorfsoden werden per Loren angeliefert und mit einem Elevator (Transportband) in den Reißwolf transportiert. Dort werden die Torfsoden zerkleinert. Über einen weiteren Elevator gelangen die Torfstücke in das Drehsieb. Die abgesiebten Teile fallen auf den Boden. Die großen Teile werden in einer Torfzentrifuge zerkleinert und gelangen zurück in den Kreislauf. Anschließend wird die abgesiebte Torffraktion zur Ballenpresse transportiert und über einen Kolben im Füllschacht zu einem Ballen gepresst. Der fertige Torfpressling wird dann in einer Falt- und Schweißmaschine in einen Polyäthylensack eingeschweißt.

Auf dem Hauptweg gehen Sie weiter, vorbei an einer Weißtorfstechmaschine. Sie schneidet den vorentwässerten Weißtorf (Wassergehalt liegt dennoch bei 90 %) mit einem Vorstechmesser im Block von 2 x 5 Soden von 15 x 15 x 42 cm. Mit Hilfe des Rüttlers werden die Blöcke anschließend zur besseren Trocknung umgeschichtet. Die Planierraupen werden vor dem Einsatz der Weißtorfstechmaschinen zum Glätten der Abbauflächen benutzt.

Moortretbecken

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Zum Abschluss

Auf dem Rückweg zum Museumsgebäude führt Sie der Weg vorbei an der Museumstjalk "Jantina", die  mit unserem Muttschiff "Johanna" in einer Wieke (Seitenkanal) liegt. Nach dem Maschinenpark haben Sie hier noch einmal einen romantischen Anblick. Vor dem Museumsgelände sind noch ein Backhaus und ein original Saterländer Backofen zu besichtigen. In ihm werden noch wie früher Brot und Stuten gebacken.

Wenn Sie über den Museumsführer hinaus weitere Informationen wünschen, wenden Sie sich an unser Museumspersonal.

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Moor- und Fehnmuseum Elisabethfehn * Oldenburger Str. 1 * 26676 Elisabethfehn

eMail: moor-u.fehnmuseum@t-online.de * Telefon: 0 44 99 - 22 22 * Fax: 0 44 99 - 7 44 77

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