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Der
StubbenhorizontAuf dem Bild sehen Sie Baumstubben, die im Moor in vier bis sechs Meter Tiefe begraben waren. Sie stammen aus dem sogenannten "Stubbenhorizont" eines ehemaligen Erlenbruchwaldes. Es gab auch andere Baumarten, die vom Moor konserviert wurden. Sie standen am Rand des Moores und wurden überwachsen. Eine ausgestellte Eichenscheibe ist 5.340 Jahre alt. Wie konnte dieses Alter so genau bestimmt werden?
Die Jahresringe von Bäumen eignen sich vorzüglich als Mittel zur Altersbestimmung von Hölzern. Je nach den klimatischen Verhältnissen bildet ein Baum von Jahr zu Jahr unterschiedlich viel Holz aus. Durch den Vergleich der Jahresringe zahlreicher Baumfunde kann eine sehr genaue Altersaussage gemacht werden. Diese Methode heißt Jahrring- oder Dendrochronologie.
Meist werden bei einem Fund mehrere Datierungsmethoden angewendet, die sich gegenseitig ergänzen. Die wichtigsten weiteren Methoden sind die Radiokarbonmethode und die Pollenanalyse. So können Ergebnisse des einen Verfahrens mit einem anderen überprüft werden.
Bohlenwege wurden schon in früher Zeit gebaut, um die Hochmoore zu durchqueren. Es sind Holzkonstruktionen unterschiedlicher Machart, mit denen im weichen Moor ein begeh- und befahrbarer Untergrund geschaffen wurde.
Der mit fünf Originalbohlen im Museum aufgebaute Bohlenweg IX ist eine Meisterleistung im frühen Wegebau. Hier wurden Lochbohlen als Konstruktionselemente verwendet. Sie verankerten den Ober- und Unterbau des Weges im labilen Mooruntergrund.
Der Weg stammt aus der Zeit um 713 vor Christus. Gefunden wurde er in Ockenhausen in Ostfriesland.

Die Entwicklung der Transportmittel reicht weit zurück. Bereits 3500 vor Christus fuhren die ersten Wagen auf den Bohlenwegen. Die Räder waren zunächst als einteilige Scheibenräder (aus einem Stück Holz) mit starren Wagenachsen gebaut. Ab circa 2100 vor Christus wurden dann 3- teilige Scheibenräder mit lenkbaren Vorderachsen benutzt. In der Ausstellung ist die Nachbildung eines Wagens mit einteiligen Scheibenrädern im Maßstab 1:4 dargestellt (siehe Abbildung rechts). Das Original wurde im 3. Jahrtausend vor Christus benutzt.
An besonders gefährlichen Stellen der Bohlenwege wurden zum Schutz der Überquerenden Kultfiguren aufgestellt, die ebenfalls im Museum gezeigt werden.
Moorleichen sind im Moor konservierte Körper von Menschen. Sie sind zum Teil sehr gut erhalten. Zähne und Knochen behalten ihre Form, Muskeln und Körperfette werden herausgelöst. Bei genauerer Untersuchung konnten sogar noch Speisereste im Magen nachgewiesen werden. Die Leichen sind sicherlich zum größten Teil Unglücksfälle im Moor. Einige Menschen wurden aber auch absichtlich getötet und im Moor begraben.
In unserer Ausstellung sehen Sie neben etlichen Moorleichenteilen und verschiedenen Fotografien die Holografie des "Lindow-Mannes", einer Moorleiche aus England.
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