Moor- und Fehnmuseum Elisabethfehn
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Ein Stimmungsbild aus dem HochmoorWas ist ein Moor?

Moor ist ein geographischer Begriff wie Gebirge, See oder Wüste. Als Moor gilt eine mindestens 30 Zentimeter starke Schicht oder Schichtfolge von Torfen. Diese ist im Laufe von Jahrtausenden durch Vertorfung von Pflanzen entstanden. Hauptmoorbildner sind die Torfmoose.

Moore entstehen auf Standorten mit positiver Wasserbilanz. Das bedeutet, dass den überwiegenden Teil des Jahres ein Wasserüberschuss herrscht.

Bild: Blick auf eine Hochmoorfläche


Moorentstehung

Die Entwicklung von Mooren in Nordwestdeutschland begann nach der letzten Eiszeit, vor etwa 10.000 Jahren. Sie war bedingt durch die Klimaverbesserung, insbesondere den allmählichen Temperaturanstieg. Die Entwicklung der Moortypen und Moormächtigkeiten ist abhängig

Grundsätzlich unterscheidet man zwei Hauptmoortypen: das Hochmoor und das Niedermoor.

 


Hochmoor

Hochmoore sind reine Regenwassermoore. Sie haben ihren eigenen, stark sauren, mineral- und sauerstoffarmen Wasserhaushalt. In diesem Milieu gedeihen nur wenige Pflanzen. Die Torfmoose (Sphagnum) sind die hauptsächlichen Torfbildner im Hochmoor. Im Gegensatz zu den meist ebenen Niedermooren, wölben sich Hochmoore uhrglasförmig meterhoch über der Mineralbodenoberfläche auf (daher auch der Name Hochmoor).

 


Niedermoor

Niedermooranlage in unserem MoorlehrgartenDie Niedermoore entstehen hauptsächlich in den Niederungen der Flusssenken und durch Verlandung von Seen und Altwässern der Flussläufe. Wichtiges Merkmal der Niedermoore ist, dass sie unter Grundwassereinfluss stehen. Durch die Wasserbewegung können Mineralstoffe für die Pflanzenernährung zugeführt und wasserlösliche Vertorfungsprodukte abgeführt werden. Das Grundwasser enthält mehr Sauerstoff als Regenwasser und sorgt für eine schnellere Zersetzung der abgestorbenen Pflanzen. Die Torfbildung ist daher geringer als im Hochmoor.

Bild: Die Niedermoorfläche auf dem Freigelände des Museums.


Klima und Vorkommen

Moore gibt es auf der ganzen Erde. Der Gürtel der Moorbildung ist dabei auf der Nordhalbkugel viel umfangreicher. In der Ausstellung sehen Sie verschiedene Fotografien von Mooren aus Finnland, Alaska, Chile und anderen Ländern der Erde.

Die meisten Moorflächen in Deutschland gibt es in Niedersachsen und Bremen mit 2.492 km2. Den drastischen Rückgang der Moorflächen über zwei Jahrhunderte können Sie anhand von Karten in unserer Ausstellung nachvollziehen.

 
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