Das
Moor- und Fehnmuseum Elisabethfehn stellt heute den Elisabethfehnkanal, ein
technisches Baudenkmal, vor. Der Elisabethfehnkanal wurde im Zuge der
Kultivierung der Oldenburger Moore Mitte des 19. Jahrhunderts gebaut. Er
diente der Entwässerung des Moores und als Transportweg für Brenntorf und
weiterer wichtige Güter. Er ist der einzige noch durchgängig schiffbare
Fehnkanal Deutschlands.
Heute
bieten wir Schleusenführungen (10, 14 und 16 Uhr) und geführte
Radwanderungen entlang des Elisabethfehnkanals (11 und 15 Uhr) an.
Voranmeldungen unter 04499-2222
erbeten.
Die
Kosten pro Teilnehmer betragen 3,00 Euro und sind vorab an der Museumskasse zu
entrichten.
Der
Elisabethfehnkanal
Der heutige Elisabethfehnkanal war ursprünglich ein Teil des
Hunte-Ems – Kanals, der zwischen 1855 und 1893 als Verbindungskanal zwischen
der Hunte in Oldenburg und der Sagter – Ems errichtet wurde. Nach Ausbau der
Kanalstrecke zwischen Oldenburg und Kampe in der Zeit zwischen 1921 und 1936,
dann weiterführend bis Dörpen – dem jetzigen Küstenkanal – wurde das
Teilstück von der Sagter – Ems bis Kampe in „Elisabethfehnkanal“
umbenannt, denn Elisabethfehn hatte 1880 seinen Ortsnamen erhalten.
Die heutigen Abmessungen des Elisabethfehnkanals sind seit
der Fertigstellung des Hunte-Ems-Kanals im Jahre 1893 nahezu unverändert
geblieben. Das Kanalbett hat eine Breite von 9 Metern, die Wasseroberfläche
beträgt 13,50 Meter in der Breite. Die ursprüngliche Wassertiefe von 1,50
Metern wird nicht an allen Stellen voll erreicht. Die Gesamtlänge des
Elisabethfehnkanals beträgt 14.832 Meter. Im Kanal sind 4 Schleusen gebaut
worden, Schleuse Reekenfeld bei ca. km 4 (vom Küstenkanal an gerechnet), die Schleuse
Brandreeken
bei km 7,718, die Schleuse Elisabethfehn - Dreibrücken bei km 11,260 und die Schleuse
Osterhausen bei km 14,377.
6 Klappbrücken für Autos und Fußgänger, eine feste Brücke,
eine Fußgängerbrücke und eine Eisenbahnbrücke führen über den
Elisabethfehnkanal. Der Kanal wird heute nur noch von Sportbooten benutzt.
Zwischen 800 und 1000 Boote befahren jährlich diese landschaftlich reizvolle
Wasserstraße. Der Kanal ist wegen seiner historisch technischen
Besonderheiten als technisches Baudenkmal festgeschrieben worden.