Tag des offenen Denkmals 2010 - 12. September 2010

Das Moor- und Fehnmuseum Elisabethfehn stellt heute den Elisabethfehnkanal, ein technisches Baudenkmal, vor. Der Elisabethfehnkanal wurde im Zuge der Kultivierung der Oldenburger Moore Mitte des 19. Jahrhunderts gebaut. Er diente der Entwässerung des Moores und als Transportweg für Brenntorf und weiterer wichtige Güter. Er ist der einzige noch durchgängig schiffbare Fehnkanal Deutschlands.

Heute bieten wir Schleusenführungen (10, 14 und 16 Uhr) und geführte Radwanderungen entlang des Elisabethfehnkanals (11 und 15 Uhr) an.

Voranmeldungen unter 04499-2222 erbeten.

Die Kosten pro Teilnehmer betragen 3,00 Euro und sind vorab an der Museumskasse zu entrichten.

 

 

Der Elisabethfehnkanal

Der heutige Elisabethfehnkanal war ursprünglich ein Teil des Hunte-Ems – Kanals, der zwischen 1855 und 1893 als Verbindungskanal zwischen der Hunte in Oldenburg und der Sagter – Ems errichtet wurde. Nach Ausbau der Kanalstrecke zwischen Oldenburg und Kampe in der Zeit zwischen 1921 und 1936, dann weiterführend bis Dörpen – dem jetzigen Küstenkanal – wurde das Teilstück von der Sagter – Ems bis Kampe in „Elisabethfehnkanal“ umbenannt, denn Elisabethfehn hatte 1880 seinen Ortsnamen erhalten.

Die heutigen Abmessungen des Elisabethfehnkanals sind seit der Fertigstellung des Hunte-Ems-Kanals im Jahre 1893 nahezu unverändert geblieben. Das Kanalbett hat eine Breite von 9 Metern, die Wasseroberfläche beträgt 13,50 Meter in der Breite. Die ursprüngliche Wassertiefe von 1,50 Metern wird nicht an allen Stellen voll erreicht. Die Gesamtlänge des Elisabethfehnkanals beträgt 14.832 Meter. Im Kanal sind 4 Schleusen gebaut worden, Schleuse Reekenfeld bei ca. km 4 (vom Küstenkanal an gerechnet), die Schleuse Brandreeken bei km 7,718, die Schleuse Elisabethfehn - Dreibrücken bei km 11,260 und die Schleuse Osterhausen bei km 14,377.

6 Klappbrücken für Autos und Fußgänger, eine feste Brücke, eine Fußgängerbrücke und eine Eisenbahnbrücke führen über den Elisabethfehnkanal. Der Kanal wird heute nur noch von Sportbooten benutzt. Zwischen 800 und 1000 Boote befahren jährlich diese landschaftlich reizvolle Wasserstraße. Der Kanal ist wegen seiner historisch technischen Besonderheiten als technisches Baudenkmal festgeschrieben worden.

 

 

zurück zur Startseite